Madame Curie und die Kraft zu träumen

Die erste Frau die einen Nobelpreis bekommen hat, eine von nur vier Personen die jemals zwei Nobelpreise bekam, eine herausragende Wissenschaftlerin, eine beeindruckende Frau, eine Ikone ihrer Zeit. Was könnte spannender sein?

Bibliographische Daten

Autor: Susanna Leonard
Verlag: Ullstein
ISBN: 978-3-548-06386-7
Seitenzahl: 464
Preis (UVP): 11,00€ [D] Taschenbuch
Erscheinungsdatum: 31. August 2020

Mir wurde das Buch als Rezensionsexemplar von vorablesen.de zur Verfügung gestellt. #unbezhalteWerbung

Inhalt

Das von Russland besetzte Polen ist die Heimat der kleinen Marie. Sie träumt davon eines Tages im Ausland zu studieren, denn in Polen ist das für Frauen unmöglich. Ihr Leben führt sie über einige Umwege 20 Jahre später tatsächlich nach Paris. Sie hat sich einen Studenplatz an der Sorbonne erkämpft. Doch als Frau ist sie in der Welt der Wissenschaft unerwünscht. Sie stürzt sich in ihre Forschungen und begegnet schließlich Pierre Curie, einem charmanten Physiker. Piere ist ihre große Liebe und immer an ihrer Seite. Gemeinsam feiern sie bahnbrechende Erfolge, für die Marie einen hohen Preis bezahlt.

Meinung

Die Grundhandlung spielt im Jahr 1926 und dort erzählt Marie verschiedenen Personen von ihrer Vergangenheit, der Leser springt in der Zeit zurück und erlebt quasi Maries Erinnerungen mit. Die Abschnitte in der Vergangenheit nehmen den größten Teil es Buches ein und werden nur immer wieder von einzelnen Kapiteln im Jahr 1926 unterbrochen, diese  Handlung bietet einen Rahmen für den Rest des Buches. Die Vergangenheitsabschnitte trennen oft mehrere Jahre und berichten von verschiedenen prägenden Ereignissen in Maries Leben. Sie folgen in chronologischer Reihenfolge auf einander. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und leicht verständlich, nur die Abschnitte über Maries Forschungen sind teilweise sehr komplex, sofern man kein Vorwissen auf diesem Gebiet hat. Da die Geschichte aus der dritten Person heraus erzählt wird, konnte ich mich nicht ganz so gut in Marie hineinversetzen und habe immer eine gewisse Distanz zu ihr gespürt. Der Spannungsbogen ist eher flach, doch das ist für einen biographischen Roman normal und hat mich nicht weiter gestört. Stellenweise hatte die Geschichte ihre Längen, ich empfand das aber nicht als störend.

Fazit

Da ich selbst eine chemische Ausbildung habe und in der wissenschaftlichen Forschung arbeite ist Marie Curie mir natürlich ein Begriff gewesen. Ich wusste auch schon einiges über ihre wissenschaftlichen Erfolge, über den Rest ihres Lebens wusste ich allerdings nur wenig. Deshalb hat mich dieses Buch von Anfang an fasziniert und ich wurde nicht enttäuscht. Es hat meine Erwartungen, mehr über das Leben von Marie Curie zu erfahren, erfüllt. Hat sie aber nicht übertroffen, deshalb, bekommt es 4 Bücherdrachen von mir.

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